FAQ zur Suchtberatung!

02.02.2025

Fachdienst Sozialpsychiatrie

Suchtberatung der Diakonie Köln und Region

Wir haben uns gefragt, was Menschen wirklich zum Thema Sucht googeln.
Hier sind unsere Antworten auf die häufigsten Fragen.

 


Warum Suchtberatung?

Suchtberatung ist entscheidend, weil sie Menschen frühzeitig dabei unterstützt, Suchtprobleme zu erkennen und zu bewältigen. Sie bietet individuelle Hilfe, die auf die persönlichen Umstände und Bedürfnisse der Betroffenen zugeschnitten ist. Dadurch hilft sie, schwerwiegende gesundheitliche und soziale Folgen zu vermeiden. Gleichzeitig klärt Suchtberatung über die Risiken des Suchtverhaltens auf und stärkt die Fähigkeit der Betroffenen, ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen. Sie bietet auch dem sozialen Umfeld in Form einer Angehörigenberatung Unterstützung und leitet Betroffene bei Bedarf an weiterführende Hilfsangebote wie Suchttherapien oder Selbsthilfegruppen weiter.


Suchtberatung, was ist das? Drogenberatung, was macht man da?

Suchtberatung unterstützt Menschen, die unterschiedlichen schweren Graden von missbräuchlichem oder abhängigem Konsum von Drogen, Alkohol oder Spielsucht betroffen sind.

Drogenberatung konzentriert sich speziell auf den Umgang mit Drogenkonsum. In der Beratung werden Probleme besprochen, Informationen über Risiken gegeben und individuelle Pläne zur Bewältigung der Sucht erstellt. Dazu gehören Gespräche, therapeutische Unterstützung und die Vermittlung an weitere Hilfsangebote.

Ziel ist es, Betroffenen zu helfen, ihre Sucht zu überwinden und ein stabileres Leben zu führen. Eine Unterstützung und Beratung der Angehörigen kann bei Bedarf auch erfolgen.


Wer bezahlt Suchtberatung?

Die Suchtberatung ist für die Hilfesuchenden in jedem Fall kostenlos. Je nach beruflicher Situation der ratsuchenden Person wird die Beratung entweder pauschal über die Stadt oder vom Jobcenter finanziert. Die Finanzierung von Suchtbehandlungen/Therapien erfolgt in der Regel über die Rentenversicherungsträger oder Krankenkassen.


Was ist eine Suchterkrankung?

Eine Suchterkrankung ist eine chronische und oft fortschreitende Erkrankung, bei der eine Person ein starkes Verlangen oder eine unkontrollierbare Abhängigkeit nach bestimmten Substanzen (wie Alkohol, Drogen, Nikotin) oder Verhaltensweisen (wie Glücksspiel, Internetnutzung) entwickelt. Dabei verliert der Betroffene zunehmend die Kontrolle über seinen Konsum oder das Verhalten, trotz negativer Konsequenzen für Gesundheit, Alltag und soziale Beziehungen. Suchterkrankungen können sowohl körperliche als auch psychische Abhängigkeiten umfassen und erfordern oft professionelle Hilfe zur Bewältigung.


Wann beginnt Abhängigkeit?

Abhängigkeit beginnt, wenn eine Person zunehmend die Kontrolle über den Konsum einer Substanz (wie Alkohol, Drogen) oder ein Verhalten (wie Glücksspiel) verliert und ein starkes Verlangen danach entwickelt. Erste Anzeichen können sein, dass die betroffene Person immer mehr konsumiert, um die gleiche Wirkung zu erzielen, oder dass sie Schwierigkeiten hat, den Konsum zu reduzieren oder zu stoppen. Auch wenn der Konsum oder das Verhalten trotz negativer Folgen für Gesundheit, Beruf oder Beziehungen fortgesetzt wird, ist dies ein Zeichen für eine beginnende Abhängigkeit.


Welche Sucht gibt es?

Es gibt viele Arten von Süchten, die sich grob in zwei Kategorien einteilen lassen: stoffgebundene Süchte und nicht-stoffgebundene Süchte.

Stoffgebundene Süchte:

  • Alkoholsucht (Alkoholismus)
  • Nikotinabhängigkeit (Rauchsucht)
  • Drogenabhängigkeit (z. B. Heroin, Kokain, Cannabis)
  • Medikamentenabhängigkeit (z. B. Beruhigungs- oder Schmerzmittel)
  • Esssucht (z. B. Binge Eating, unkontrolliertes Essen)

 

Nicht-stoffgebundene Süchte:

  • Spielsucht (Glücksspielabhängigkeit)
  • Internetsucht (z. B. Social Media, Online-Spiele)
  • Kaufsucht (Kompulsives Einkaufen)
  • Arbeitssucht (Workaholismus)
  • Sexsucht (Hypersexualität)
  • Sportsucht (Übermäßiger Sportkonsum)

Diese Süchte haben gemeinsam, dass sie das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen und oft professionelle Hilfe erfordern.


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