Unser Leitbild

Fünf Leitsätze „Five 4 us“

Dies folgenden fünf Leitsätze haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus verschiedenen sozialen Arbeitsfeldern und der Verwaltung des Diakonischen Werkes Köln und Region während eines Theologischen Mitarbeitertages im Mai 2009 erarbeitet.

  • Im Diakonischen Werk des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region arbeiten gut ausgebildete und erfahrene Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner
  • Wir setzen uns für alle Menschen ein und fördern insbesondere die, die Entwicklung wollen und Unterstützung brauchen.
  • Wir beraten, unterstützen und vernetzen und beleben persönliche Stärken neu.
  • Wir arbeiten, kompetent, wertschätzend und vertrauensvoll
  • Wir wirken vor Ort, an etwa 30 Standorten - in Köln, in RheinBerg und im Rhein-Erft-Kreis - immer mittendrin.

Das Diakonische Werk Köln und Region ist der örtliche Wohlfahrtsverband Diakonie und verbunden mit den anderen Wohlfahrtsverbänden.

Das Leitbild des Diakonischen Werkes Köln und Region
in vollständiger Länge

Wir sind da, wo Menschen uns brauchen

Alle Menschen sind Gottes Ebenbild: Wo ein Mensch leidet, leidet Gott mit ihm. Das spornt uns an, da zu sein, wo Menschen uns und unsere besonderen Fähigkeiten brauchen. Dort wollen wir die vorbehaltlose Annahme weitergeben, die wir selbst von Gott empfangen.

Viele Menschen sind an den Rand gedrängt, weil sie geschriebenen und ungeschriebenen Normen der Gesellschaft nicht genügen. Unser Anliegen ist es, gerade diesen Menschen mit Respekt zu begegnen, ihre Selbstachtung wiederherzustellen, wo sie beschädigt wurde, und politisch auf die Veränderung ungerechter gesellschaftlicher Strukturen zu drängen.

Wir lassen uns von Menschen in den Krisen ihres Lebens herausfordern. Wir beraten, betreuen, begleiten, stärken und pflegen, wo wir nötig und erwünscht sind. Dabei leiten uns das Recht auf Selbstbestimmung und der besondere Respekt vor der Kompetenz und der Verantwortung der Betroffenen für ihr eigenes Leben.

Unsere Leistungen gelten allen Menschen gleichermaßen, unabhängig von ihrer konfessionellen, religiösen oder kulturellen Zugehörigkeit.

Wir sind Evangelische Diakonie in Köln für Stadt und Region

Der Glaube an Jesus Christus wird durch die Liebe zum Nächsten wirksam. „Diakonie setzt die Liebe zum Nächsten in die Tat um.“

Das Diakonische Werk Köln und Region ist eine Einrichtung des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region und hat den Auftrag, den Menschen in Not die Liebe Christi in Wort und Tat nahe zu bringen und spürbar zu machen. Es wirkt in diesem Sinne in der Stadt Köln und Region. Es hilft den evangelischen Kirchengemeinden und Kirchenkreisen diesen Auftrag zu erfüllen.

Das Diakonische Werk Köln und Region ist der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe e.V. angeschlossen und vertritt im Bereich des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region als örtlicher Wohlfahrtsverband die diakonischen und sozialen Belange der evangelischen Kirchengemeinden und sonstiger evangelischer Rechtsträger in öffentlichen Gremien der Stadt Köln, des Rhein-Erft-Kreises, des Rheinisch-Bergischen Kreises sowie in Fachverbänden.

Das Diakonische Werk Köln und Region erfüllt seine Aufgaben im Rahmen einer Satzung, die durch die Verbandsvertretung des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region beschlossen und durch die Genehmigung der Kirchenleitung der Evangelischen Kirche im Rheinland in Kraft getreten ist.

Das Leitbild des Evangelischen Kirchenverbandes Köln und Region ist Selbstverständnis und Grundlage des Handelns des Diakonischen Werkes. Das Leitbild des Diakonischen Werkes verstärkt, ergänzt und erläutert seinen besonderen Dienst unter dem Motto: glauben – lieben – handeln.

Wir engagieren uns in vielfältigen Feldern sozialer Arbeit

Die Arbeitsgebiete des Diakonischen Werkes sind vielfältiger Natur. Als Dienstleister für die Gemeinden übernehmen wir Aufgaben, die die Grenzen gemeindlicher Diakonie übersteigen oder die sich sinnvoller und effektiver in verbandlicher Form lösen lassen. Dazu ist ein regelmäßiger gegenseitiger Austausch erforderlich.

Die Broschüre „Wir sind da, wo Menschen uns brauchen“ gibt Auskunft über seine Fachbereiche und Fachdienste.

Dazu gehören unter anderem:

  • die Beratung und Vertretung der angeschlossenen Kirchengemeinden und Kirchenkreise in allen Fragen der Diakonie, speziell in der Beratung und Unterstützung bei der Errichtung und in der Führung von Tageseinrichtungen für Kinder
  • die Führung eigener Tageseinrichtungen für Kinder, vorwiegend in sozialen Brennpunkten
  • die offene Sozialarbeit mit vielen ambulanten, flexiblen Hilfeangeboten, Netzwerken und Beratungsstellen für unterschiedliche Zielgruppen (z.B. Wohnungslose, Migranten, Familien mit Erziehungsproblemen und viele andere mehr)
  • die Führung von Pflegschaften, Vormundschaften und Betreuungen
  • die offene Altenhilfe mit Beratungs-, Betreuungs- und Förderungsmöglichkeiten
  • die Beteiligung am Betrieb von Diakonie-/Sozialstationen

Wir, Frauen und Männer, arbeiten haupt- und ehrenamtlich in einer Dienstgemeinschaft

Qualifizierte, engagierte, freundliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus vielen Berufsgruppen, wie z.B. Sozialarbeit und Sozialpädagogik, Pflege, Hauswirtschaft, Reinigung, Hausmeister, Verwaltung und Zivildienstleistende sind das Fundament unserer professionellen sozialen Arbeit. Die Zusammenarbeit mit vielen ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist ein wesentlicher Bestandteil, ohne den wesentliche Arbeitsbereiche nicht auskommen.

Es ist unerlässlich, dass wir uns mit unserem beruflichen Handeln kompetent auseinander setzen. Deshalb bieten wir kontinuierliche berufliche und persönliche Entwicklungs- und Fortbildungsmöglichkeiten.

Um in einer Dienstgemeinschaft die bestmöglichen Angebote zu entwickeln und umzusetzen, brauchen wir auf allen Ebenen den offenen, kollegialen, respektvollen und kooperativen Umgang miteinander.

Ein hoher fachlicher Austausch, kurze Informationswege und zügige, transparente Entscheidungen sind Grundlagen, um den Arbeitsalltag effektiv zu gestalten.

Wir sind in Bewegung

Unsere Gesellschaft unterliegt einem ständigen Wandel. Dem trägt soziale Arbeit und auch dieses Leitbild Rechnung.

Wir sind uns bewusst, dass die praktischen Konsequenzen unseres Leitbildes noch lange nicht alle erkannt sind, und ihre Umsetzung Zeit und Ressourcen benötigen wird. Das Diakonische Werk Köln und Region mit Geschäftsleitung und Mitarbeiter/innen/schaft ist fest entschlossen, diesen Weg zu gehen.

Der kreative Umgang mit persönlichen und strukturellen Grenzen bedeutet eine große Herausforderung und kann zu Konflikten und Belastungen führen. Gegenseitige Akzeptanz, wertschätzendes Miteinander und effizientes Arbeiten mit modernen Mitteln sind keine Gegensätze, sondern bedingen einander. Klug und sachlich, aber auch einfallsreich und offen stellen wir uns den anstehenden Aufgaben und Veränderungen.

Das Diakonische Werk Köln und Region will das soziale Bewusstsein in der Gesellschaft schärfen und verstärken. Als Wohlfahrtseinrichtung bemühen wir uns in diakonischer Tradition glaubwürdig, menschlich und flexibel auf die sich verändernden Bedürfnisse der Menschen zu reagieren.

Die Verbundenheit in der Dienstgemeinschaft und mit den Menschen, denen unser Dienst gilt, ist Bestandteil unseres solidarischen Engagements für die, die gesellschaftlich benachteiligt und an den Rand gedrängt werden.

Wir gehen den Weg der „liebenden Tat“ am Mitmenschen, weil wir uns mit unserer Kraft von der Liebe Gottes getragen und gehalten wissen.

Die Entwicklung des Leitbildes

Der Vorstand des Diakonischen Werkes Köln und Region hat 2001 eine „Projektgruppe Leitbild“ ins Leben gerufen. Dieser Projektgruppe gehörten neben einem Vorstandsmitglied vier Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Bereiche sowie die Vorsitzende der Mitarbeitervertretung (MAV) an.

Der Leitbildprozess wurde allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bei verschiedenen Veranstaltungen zugänglich gemacht: Dazu gehörten zwei Mitarbeiterversammlungen als „open-space“-Konferenzen mit externer Moderation, eine Fragebogenaktion sowie die Vorstellung der Zwischenergebnisse auf einer Mitarbeiterversammlung der MAV. Die Kirchengemeinden wurden ebenfalls zu einer Gesprächsrunde eingeladen. Der Vorstand hat sich in vier Sitzungen mit dem Leitbild beschäftigt und es schließlich nach einer Entwicklungsphase von knapp eineinhalb Jahren verabschiedet.

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