30.05.2012 10:15 Alter: 3 yrs

SOS for human rights


Fotos: David Baltzer

Zwei Mädchen fliehen aus Ghana, auf ihrer Flucht lernen sie auf einer Rettungsplattform mitten im Meer einen 17-jährigen aus Afghanistan kennen. Alle drei wollen nach Europa, in der Hoffnung, dort sicherer leben zu können. Die persönlichen Geschichten, aber auch die allgemeine Situation an Europas Außengrenzen stehen im Fokus des Theaterstücks „SOS for Human Rights“. Das GRIPS Theater Berlin zeigt das Theaterstück auf Einladung des Fachdienstes Migration des Diakonischen Werkes Köln und Region am Dienstag, 12. Juni, um 11 Uhr und um 19.30 Uhr im Arkadas Theater, Platenstraße 32, Köln-Ehrenfeld.

Theaterstück für Menschen ab 12 Jahren

 

„SOS for Human Rights“ richtet sich an Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ebenso wie an Erwachsene. Im Zentrum des Stückes stehen drei Figuren: Zwei Mädchen (13 und 16 Jahre alt) aus Ghana und ein junger Mann (etwas 17 Jahre) aus Afghanistan. Mit den Mitteln des Theaters wird dem Publikum die jeweilige Geschichte der Flucht dieser drei unterschiedlichen jungen Menschen
nahe gebracht. Dabei spielen die Erlebnisse, welche die Jugendlichen auf ihren Fluchtwegen gesammelt haben, eine wichtige Rolle, aber auch die Bruchstücke aus der Lebenswelt ihrer Herkunftsländer und die Motivation ihrer Flucht. Auch die jeweiligen Europa-Bilder kommen zur Sprache.

Geschichten auf fiktiver Rettungsplattform

Eine fiktive Rettungsplattform bildet den zentralen Spielort der Handlung: Die drei Hauptfiguren haben auf dem Weg nach Europa Schiffbruch erlitten und stranden zufällig gemeinsam auf einer inselartigen Konstruktion mitten im Meer. Neben den Beziehungen der drei untereinander stehen ihre persönlichen Geschichten des Hoffens und Scheiterns, aber auch die allgemeine Situation an Europas Außengrenzen im Fokus.
 
Folgende Themenbereiche werden im Stück behandelt:

  • EU-Flüchtlingspolitik
  • FRONTEX (Europäische Agentur für die operative Zusammenarbeit an den Außengrenzen der EU)
  • Fluchtwege nach Europa
  • Das Sterben von Flüchtlingen im Mittelmeer und in der Wüste
  • Lebensweisen außereuropäischer Kulturen  

Das Stück sowie die Kampagne SOS for Human Rights wurden von dem GRIPS Theater, den Flüchtlingsräten Berlin und Brandenburg, Borderline Europe, Jugendlichen ohne Grenzen, Beratungsstelle WeGe ins Leben e.V., GEW und PRO ASYL initiiert. Weitere Informationen unter www.sos-for-human-rights.eu

Kölner Gastspiel mit Diskussion im Anschluss

Das Theaterstück dauert 80 Minuten, im Anschluss gibt es eine circa 30-minütige
Publikumsdiskussion mit dem Ensemble. Mitarbeiterinnen der Flüchtlingsberatung des Diakonischen Werkes Köln und Region werden die Diskussion durch ihre unmittelbaren Erfahrungen aus der praktischen Arbeit mit Flüchtlingen
ergänzen.  

Der Kostenbeitrag für die Vormittagsvorstellung, die vor allem für Schulklassen gedacht ist, beträgt 6 Euro pro Person, für die Abendvorstellung 12 Euro (ermäßigt 8 Euro für Schüler, Studierende und KölnPass-Inhaber). Kartenreservierung für die Abendvorstellung direkt beim Arkadas Theater Köln, Telefon 0221-955 95 10, www.buehnederkulturen.de.

Kontakt für Schulklassen:
susanne.pack(at)diakonie-koeln.de, Telefon 0221-16038-69

 

Das SOS-Theaterprojekt in Köln wird gefördert durch den Nikolaus-Gülich-Fonds des Bündnis 90/Die Grünen Köln.
Weitere Informationen unter: www.gruenekoeln.de/kreisverband/nikolaus-guelich-fonds.html


 

 

 

 

 

 


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